Ich bin Pavani Khanna, 16 Jahre alt und Schülerin. Ich interessiere mich sehr für Wirtschaft, Gründung und Soziales. Anfang 2024 habe ich allein einen Mädchentreff in Wilhelmsburg gegründet und leite ihn seit dem eigenständig. Zu dieser Zeit habe ich dann nach Angeboten und Möglichkeiten gesucht, um mich intensiver mit diesen Themen zu beschäftigen. Im Sommer 2024 habe ich bei „Sommerunternehmer“ als „Sommerunternehmerin“ gemeinsam mit einer Partnerin das Start-up „Social Skincare“ für ungefähr sechs Wochen aufgebaut und unsere Produkte verkauft. Dies hat mir ermöglicht praktische Erfahrung in allen Bereichen der Gründung zu sammeln und daraus zu lernen. Durch „Sommerunternehmer“ bin ich auf die Körber Stiftung und den Körber Start Hub aufmerksam geworden. In diesem Jahr habe ich dort an der Workshop- Reihe „Get Started!“ teilgenommen und habe das „was wird?!“ und „Young Makers Festival“ besucht. Durch diese Angebote habe ich viel Neues dazugelernt und wertvolle Kontakte geknüpft. Nun möchte ich mein Netzwerk ausbauen, neue Impulse erhalten, mein Wissen vertiefen, sowie mein unternehmerisches Denken weiterentwickeln.
Mein Projekt ist ein Mädchentreff, den ich Anfang 2024 in meinem Viertel gegründet habe. Der Anlass dafür war, dass es in meinem Stadtteil kaum Räume für Mädchen gibt und viele öffentliche Orte wie Cafés, Kioske oder Läden stark von Männergruppen dominiert werden, weshalb Mädchen im Viertel, einschließlich mir, diese Orte meiden. Das wollte ich verändern. Aufgrund dessen habe ich den Mädchentreff als ein Angebot, das zwei Mal im Monat freitags in einem sicheren und geschützten Raum für Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren stattfindet, ins Leben gerufen. Wir tauschen uns aus, bestärken und helfen einander, kochen, essen und spielen gemeinsam. Und sind einfach wir selbst. Der Mädchentreff ist ein soziales Projekt, das kostenlos für die Teilnehmerinnen ist. Um die Lebensmittel, die zum Kochen verwendet werden zu bezahlen, habe ich Gelder beantragt (früher: Verfügungsfonds des Stadtteilbüros, jetzt: Kooperation mit „Hand in Hand“). Der Treff wird ehrenamtlich von mir geleitet und zeigt schon seine Wirkung. Innerhalb der letzen 1,5 Jahren ist die Teilnehmerinnenzahl von zwei auf 14 gewachsen, die Teilnehmerinnen fühlen sich wohler und sichtbarer in der Nachbarschaft und sind viel selbstbewusster geworden.