YOUNG FOUNDERS CHARTA

Für eine Generation, die Verantwortung übernimmt

Diese Charta hält fest, wofür das Young Founders Network steht,

wie wir miteinander umgehen und welche Haltung uns verbindet.

Es ist unser gemeinsamer Rahmen

für Entscheidungen, für neue Formate, für Partnerschaften

und für alle, die überlegen, ob sie Teil dieser Community sein wollen.

Vor allem beschreibt es eines: unseren Anspruch.


1. Wer wir sind

Wir sind junge Menschen unter 25, die gründen wollen, gerade gründen oder schon gegründet haben.

Wir sind überzeugt: Unternehmertum ist eine der stärksten Kräfte, um unsere Gesellschaft zu verändern.

Wir sind aber nicht hier, um uns in bestehenden Strukturen hochzuarbeiten.

Wir sind hier, um neue zu bauen. Fairer, offener und zukunftsfähiger, als je zuvor.


2. Unsere Realität

Deutschland ist ein Land, in dem du schneller einen Bausparvertrag bekommst

als einen simplen Gewerbeschein.

Wo du Gedichte interpretierst, aber nie lernst, wie man Rechnungen schreibt.

Wo „mach erst mal was Sicheres“ die Standardantwort ist,

während die Welt um uns herum brennt.

Wir sind die Generation, die mit globalen Krisen, Klimawandel und technologischen Umbrüchen erwachsen wird

und trotzdem hierbleibt, nicht aus Angst, sondern aus Anspruch.

Wir wollen nicht weg.

Wir wollen das Umfeld, das uns bremst, mitgestalten und vor allem verbessern.

Europa ist kein Museum.

Europa hat riesiges ungenutztes Gründungspotenzial.

Und wir sind die Generation, die dieses Potential freischaltet.


3. Unser Auftrag

Wir geben jungen Menschen das Wissen, die Vorbilder und das Netzwerk,

um mit Unternehmen Probleme zu lösen, statt nur darüber zu meckern.

Wir sind nicht nur ein Bildungsverein.

Wir sind das Gründungsnetzwerk. Wir sind die Generation, die die nächste Gründerwelle in Europa auslöst.


4. Unsere Werte

Diese Werte sind unser Anspruch an uns selbst

und unser Kompass im Alltag.

1. Gründen ist für alle.

Unternehmerisches Denken heißt für uns, Probleme ernst zu nehmen, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen

und vor allem Lösungen zu bauen, die Menschen nutzen und sich langfristig selbst tragen.

Genau dieses Denken gehört früh in die Mitte der Gesellschaft.

Uns ist deine Vorerfahrung egal, deine Schulform egal — entscheidend ist deine Einstellung.

2. Bauen statt nur reden.

Ob App, Handwerksbetrieb, Social Business oder Freelancing:

Wir wollen, dass Ideen ausprobiert werden im Kleinen wie im Großen.

Wir kommen ins Machen, probieren aus, lernen dazu und verbessern dann.

Es geht nicht darum, am lautesten anzukündigen, sondern einfach den nächsten Schritt zu machen.

Gleichzeitig gilt:

Du darfst auch ohne aktuelles Projekt Teil der Community sein,

solange du neugierig bleibst, lernen willst und andere unterstützt.

3. Geben vor Nehmen.

Intros, Feedback, Erfahrungen, Ressourcen: Wir teilen zuerst.

Wir wünschen uns Menschen, die sich einbringen mit Wissen, Kontakten oder Zeit.

Wer dauerhaft nur nimmt und nie zurückgibt,

passt langfristig nicht zum YFN.

4. Lebenslanges Lernen.

Wir sehen Lernen nicht als Phase, sondern als Haltung.

Wir probieren aus, machen Fehler, reflektieren und passen an. Immer wieder.

Wir sprechen offen darüber, was nicht geklappt hat,

teilen unsere Learnings und helfen einander, beim nächsten Mal besser zu sein als beim letzten.

5. Vielfalt als Stärke.

Uns ist egal, wo du herkommst, wie du aussiehst, wen du liebst oder was du glaubst

wichtig ist, dass du etwas bauen willst und andere respektvoll behandelst.

Unterschiedliche Hintergründe, Lebenswege und Perspektiven

machen unsere Community und unsere Projekte besser.

Wir fokussieren bewusst U25 und bauen danach eine starke Alumni-Community auf,

die die nächste Generation unterstützt.

6. Verantwortung vor Ego.

Wir glorifizieren weder Burnout noch „24/7-Hustle“

und auch keine „in 6 Wochen 6-stellig“-Versprechen.

Uns geht es um Menschen, die Verantwortung übernehmen

für ihr Team, ihre Kund:innen, ihre eigene Gesundheit

und dafür, was ihre Ideen im Leben anderer bewirken.

7. Langfristigkeit & Haltung.

Wir setzen auf nachhaltige Modelle und echten Nutzen für Menschen

nicht auf kurzfristige Hypes oder leere Versprechen.

Demokratie, Vielfalt, Menschenwürde und Respekt gegenüber anderen sind nicht verhandelbar. Wir verteidigen diese Werte mit allem, was wir haben. Wer sie nicht teilt, hat keinen Platz in unserer Community verdient.


5. Wie sich YFN anfühlt

YFN ist der Moment, in dem du eine Frage stellst

und in kurzer Zeit ehrliche, konkrete Hilfe bekommst

von Menschen, die genauso Lust haben, etwas Eigenes aufzubauen.

Unsere Treffen haben etwas von Ferienlager,

aber mit klarem Fokus aufs Gründen:

Man lernt sich kennen, lacht viel, probiert aus

und genau dort werden aus Ideen echte Projekte und Unternehmen.

Aber: Wir sind personenzentriert, nicht projektzentriert:

Du bleibst Teil dieser Community,

auch wenn du gerade zwischen Ideen stehst, neu anfängst oder etwas gescheitert ist.


6. Was wir bauen

  • Eine Community, in der junge Gründer:innen nicht Ausnahme, sondern Normalfall sind.
  • Programme, Crashkurse und Inhalte, die Gründung so konkret wie möglich machen von Bürokratie über Startup-Finanzierung bis zum ersten MVP.
  • Chapter und Spaces, in denen U25 nicht „die eine junge Person im Raum“ ist, sondern die Hauptzielgruppe.
  • Eine Alumni-Struktur, in der Menschen, die weiter sind, Türen öffnen, statt sie zu bewachen.

7. Deine Rolle

Wir sind das Young Founders Network.

Die Zukunft gehört nicht denen, die nur Risiken vermeiden wollen. Und schon gar nicht denen, denen Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde egal sind.

Wir glauben daran, dass Gründen für alle ist. Dass Bauen mehr zählt als Reden. Dass Geben vor Nehmen kommt. Dass wir nie aufhören zu lernen. Dass unsere Unterschiede uns stärker machen. Dass Verantwortung wichtiger ist als Ego. Und dass nur zählt, was langfristig trägt.

Diese Charta ist für alle, die es leid sind zu hören: Sei vernünftig. Warte ab. Spiel auf Sicherheit.

Wir fangen jetzt an. Schritt für Schritt, gemeinsam.

Ich bin Teil der Generation Young Founders. Ich warte nicht, bis mich jemand ernst nimmt. Ich mache den nächsten Schritt und nehme andere mit.